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Stressbewältigung und Burnout-Prävention

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Organismus

Die Folgen permanenter Anspannung

Dauerstress hinterlässt Spuren im gesamten Körper. Selbst hoher Augeninnendruck kann dadurch ausgelöst werden - oder auch peinigende Ohrgeräusche wie beim Tinnitus

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Stress belastet nicht nur die Seele, sondern kann sich auf verschiedene Organe des Körpers negativ auswirken, etwa das Herz, den Darm oder die Muskulatur. 

DAUERBELASTUNG

Wenn Stress krank macht...

Seine Chance, geheilt zu werden, stünde bei 1 : 500, teilte der Arzt Norman Cousins mit. Der Mediziner hatte bei dem Amerikaner eine chronische Entzündung an der Wirbelsäule festgestellt, die zu stärken Schmerzen und Bewegungsstörungen führt. Doch Cousins war kein Mensch, der sich leicht entmutigen lässt. Neben seiner Arbeit als politischer Redakteur hatte er sich in der Friedensbewegung engagiert und kämpfte gegen Atomwaffen.  Er wollte es mit seiner Krankheit aufnehmen, wenngleich auf ungewöhnliche Weise. 

Und dazu setzte er weder auf Medikamente noch auf chirurgische Eingriffe: Seine Waffe war das Lachen. Denn Cousins glaubte fest daran, dass sich die Stimmung eines Menschen auf seinen Gesundheitszustand auswirkt, dass es einen tiefen Zusammenhang gibt zwischen seelischem und körperlichem Wohlbefinden. 

Daher stellte er sich eine Art persönliche Glückstherapie zusammen, um die Selbstheilungskräfte seines Körpers anzuregen. Unter anderem las er humorvolle Bücher und sah regelmäßig Filme der Marx Brothers.

 

 

 

 

 

Und tatsächlich: Cousins wurde entgegen der ärztlichen Prognose wieder gesund, innerhalb von zehn Monaten hatte er keine Schmerzen mehr. Über seine Heilung schrieb er später das Buch "Der Arzt in uns selbst". Auch von seinem Herzinfarkt Jahre später erholte er sich; wieder sah er vor allem in positiven Emotionen die Quelle seiner Heilung.

Skeptiker freilich wiesen die Theorien des Amerikaners als esoterisch zurück. Manche Experten wandten ein, sein Arzt habe vermutlich eine falsche Diagnose gestellt; der Patient habe in Wahrheit nur an einer bestimmten Art Rheuma gelitten, die mitunter von selbst verschwindet. 

Die Kritik war wenig verwunderlich, denn lange Zeit glaubten Forscher, dass das Gehirn und das Immunsystem  unabhängig voneinander arbeiten. Dass die Psyche den Körper krank oder gar einen kranken Körper gesund machen könne, hielt man für Aberglauben.

Norman Cousins hingegen war von seiner These überzeugt, dass er sich der Medizin zuwandte und Ende der 1970er Jahre ein Forschungszentrum gründete: das Cousins Center for Psychoneuroimmunology an der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Heute ist dieses Zentrum eines der weltweit führenden Institutionen, die den Zusammenhang con seelischem Wohkbefinden und Abwehrkräften untersuchten. Unter der Bezeichnung "Psychoneuroimmunologie" (kurz: PNI) gilt Cousins` eines belächelter Forschungsansatz mittlerweile als anerkannte Disziplin <...>.

(Quelle: GEO WISSEN, Strategien gegen Burnout, Nr. 63). 

Was am besten vor Stress schützt?

In der modernen Lebens- und Arbeitswelt sind wir einer Vielzahl von Belastungen ausgesetzt:

Termindruck, ständige Erreichbarkeit, auch Überforderung. Seelische Leiden können die Folge sein. Es gibt jedoch von Ärzten und Psychologen empfohlene Methoden der Vorbeugung:

Körper und Geist optimal entspannen

Gut gewappnet gegen Stress sind all jene Menschen, die sich regelmäßig körperlich entspannen, gedanklich abschalten können und vor allem achtsam ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen vermögen. Und all diese Fähigkeiten, darin sind sich Stressforscher einig, lassen sich systematisch einüben und intensivieren.

Denn so wie Körper und Geist auf Belastungen reagieren, indem sich etwa der Herzschlag beschleunigt oder negative Gefühle aufkommen, so zeigen sich auch Reaktionen, wenn wir uns entspannen: Der Blutdruck sinkt - und positive Gedanken stellen sich ein. Daher sollte Entspannung ebenso zu unserem Alltag gehören wie Anspannung. Vielen Menschen hilft es, passiv zu sein, sich etwa durch Massagen beruhigen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Berühren versus Nichtberühren

Für eine Anzahl von Verfahren ist die Berührung unverzichtbar, zumindest ein wichtiger Bestandteil. Bei Methoden, die auf Massagetechniken beruhen, ist dies leicht nachzuvollziehen. Berührungen können darüber hinaus somatische Erfahrungsprozesse initiieren, die Aufmerksamkeit lenken und wichtige Erlebnisse ermöglichen.

Arbeit mit Berührung 
Ich biete derzeit ausschließlich Wellness-Massagen (und keine Körperpsychotherapie) an, da ich noch keine Heilpraktikerin für Psychotherapie bin. Die unten stehenden Informationen dienen ausschließlich als Info-Quelle!

Unsere Kultur ist im Vergleich zu anderen eher berührungsarm. In der Öffentlichkeit beschränkt sich taktile Berührung unter Erwachsenen in der Regel auf Begrüßungsrituale; im privaten Bereich wird Berührung vorwiegend in klar definierten Rollenkonstellationen gelebt (Eltern-Kind, Partnerschaft). In der psychotherapeutischen Praxis begegnen uns immer wieder Menschen, die seit Jahren keine liebevolle Berührung bekommen haben. 

Dieser Mangel an Berührung in unserem Alltag in eklatantem Gegensatz zu der großen Bedeutung, welche Berührung für das körperliche und emotionale Wohlbefinden hat, was mittlerweile auch durch eine Vielzahl von Studien belegt ist: Sensorische Deprivation bei Kindern führt zu Wchstumsretardierung, Infektanfälligkeit, verzögerter motorischer Entwicklung und Apathie. Patient:innen erleben eine Arztvisite als doppelt so lang, wenn sie dabei berührt wurden. Die Medikamentencompliance ist höher, wenn Ärzt:innen ihre Patient:innen berühren, wenn sie über das Medikament informieren. Proband:innen liefern nach einer unterstützenden Berührung bessere Testergebnisse. Paare, die einander regelmäßig berühren, fühlen sich wohler und haben mehr positive Gefühle. 

Der Umgang mit Berührung im psychotherapeutischen Setting ist je nach Schule unterschiedlich. In der Körperpsychotherapie wird Berührung im Gegensatz zu anderen Therapieformen nicht explizit ausgeschlossen, ist aber auch nicht zwingend Teil einer Therapie. <...>

Von den meisten Menschen wird Berührung als beruhigend, wohltuend, stärkend und zentriert erlebt und unterstützt sie darin, in Kontakt mit Körpererleben und Emotionen zu kommen. Berührung hilft, die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu richten und präsent zu werden. Die positiven Wirkungen von Berührung werden durch verschiedene Hormone und Neutrotransmitter vermittelt, wobei Oxytocin die größte Bedeutung zukommt. Oxytocin wirkt angstlindernd, beruhigend, vertrauensfördernd und schmerzlindernd, unterstützt Lernen und Kontaktaufnahme und hemmt die Produktion von Kortisol. Diese Wirkungen entsprechen der alltagspraktischen Wahrnehmung, dass Berührung Ängste verringert, eine Atmosphäre von Behagen und Vertrauen fördert, den Kontakt stärkt und das Containment für intensive Gefühle erhöht. 

In der Arbeit mit Berührung können menschliche Grundthemen und Polaritäten unmittelbar und in der Beziehung zu den Therapeut:innen erlebt werden: Nähe-Distanz, Abhängigkeit-Autonomie, Vertrauen-Angst, Schutz, Grenzen, Kontakt, Scham, Widerstand, Aggression. Im Wechsel zwischen verbaler und Berührungsarbeit können diese Themen oft tiefer erforscht und erlebt werden als durch rein verbale Exploration. Es gibt nicht "die" gute oder hilfreiche Berührung, sondern viele Möglichkeiten von Berührung, die je nach Intention, Kontext und Art unterschiedliche Indikationen haben (Quelle: Eva Kaul, Markus Fischer "Einführung in die Integrative Körperpsychotherapie IBP, Seite 247-248). 

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